Nach unserer Ankunft in Kagoshima fuhren wir gemeinsam nach Hioki, wo wir zunächst vom Bürgermeister empfangen wurden. Anschließend nahmen wir gemeinsam mit unseren Gastfamilien an einer feierlichen Empfangsveranstaltung teil. Bei einem gemeinsamen Abendessen, mehreren Reden sowie dem Austausch von Wimpeln und Gastgeschenken lernten wir unsere Gastgeber bereits besser kennen. Nach dem offiziellen Teil ging es schließlich gemeinsam mit den Gastfamilien nach Hause, wo wir den restlichen Abend verbrachten.

Der darauffolgende Tag stand ganz im Zeichen unserer Gastfamilien. Jede Familie gestaltete ihr eigenes Programm, wodurch wir den japanischen Alltag auf ganz unterschiedliche Weise erleben konnten. Viele besuchten gemeinsam ein Onsen, wobei einige sogar die Gelegenheit hatten, sich in warmen Vulkansteinen eingraben zu lassen – eine besondere Form der Entspannung. Andere verbrachten den Tag an einem Natursee, besuchten den südlichsten Bahnhof Japans oder probierten Nagashi Sōmen, bei dem die Nudeln durch eine Bambusrinne mit fließendem Wasser rutschen und mit Stäbchen aufgefangen werden müssen. Am Abend kamen viele Gastfamilien noch einmal zu einem gemeinsamen Grillen zusammen. Dabei konnten wir zahlreiche für uns ungewohnte Spezialitäten wie Schnecken, Muscheln, Fischkuchen sowie verschiedene heimische Früchte probieren. Außerdem lernten wir mit dem traditionellen Wassermelonen-Zerschlagen eine weitere japanische Sommertradition kennen.
Am nächsten Tag besuchten wir die Ijuin-Oberschule. Im Rahmen einer Diskussion tauschten wir uns erneut mit japanischen Schülerinnen und Schülern aus und konnten dabei viele interessante Einblicke in das japanische Schul- und Sportsystem gewinnen. Nach dem Mittagessen stand ein weiterer sportlicher Höhepunkt auf dem Programm: Gemeinsam mit einem örtlichen Kendoverein durften wir die traditionelle Kampfsportart Kendo kennenlernen und selbst ausprobieren. Trotz der sommerlichen Hitze und der schweren Schutzausrüstung machte das Training allen großen Spaß und vermittelte uns gleichzeitig viel über die Werte und Traditionen dieser Sportart.

Für den folgenden Tag war ursprünglich ein gemeinsamer Nachmittag am Meer geplant. Aufgrund des herannahenden Taifuns musste das Programm jedoch kurzfristig geändert werden. Zunächst besuchten wir einen historischen Park, in dem wir viel über die Industrialisierung und Modernisierung Japans sowie über die Geschichte der Samurai erfuhren. Außerdem konnten wir eine traditionelle Samurai-Villa besichtigen. Anschließend kauften wir gemeinsam in einem Supermarkt unser Mittagessen ein und aßen dieses im Hotel. Dort blieb uns anschließend etwa eine Stunde Zeit, um unsere Koffer zu packen. Bevor wir das Hotel verließen, kamen einige unserer Gastfamilien noch einmal vorbei, um sich persönlich von uns zu verabschieden. Gegen 16 Uhr erreichten wir den Flughafen. Da bis zuletzt unklar war, ob unser Flug aufgrund des Taifuns überhaupt stattfinden würde, hieß es zunächst abwarten. Erst gegen 18 Uhr konnten wir schließlich einchecken und waren erleichtert, dass unser für 19 Uhr geplanter Flug wie vorgesehen starten konnte. Am Abend landeten wir schließlich sicher in Tokio.

Wir freuen uns, euch bald ein letztes Mal aus Japan berichten zu können!

