Viererpokal plus 5 Mannschaftskämpfe ergeben bittere 6 Niederlagen im Jahr 2026 für die Heidener Mannschaften.
Die Erste reiste zum Nachbarschaftsduell nach Raesfeld. Begonnen hatte der Tag damit, dass Alfred sehr kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel. Erfreulicherweise sprang Sebastian ein, der somit zu seinem ersten Einsatz in der Ersten kam. Kurioserweise spielte er gegen den gleichen Gegner wie vor zwei Wochen beim Spiel der Zweiten an gleicher Stelle, diesmal nur mit vertauschten Farben. Auch diesmal endete die Partie Remis. Sebastian spielte mit Schwarz und sein Gegner wählte die Oran Utan Eröffnung. „Das war für mich der unangenehmste Aufbau dagegen“, so sein Gegner nach dem Kampf, der im Mittelspiel nach dem Bauernvorstoß e4 die Imitative an Sebastian abgeben musste.
Ebenfalls Remis einigte sich Stefan schon früh mit seinem Gegner auf die Punkteteilung.
Niklas war sehr gut aus der Eröffnung gekommen, doch nach einer kleinen Ungenauigkeit hatte er einen sehr unglücklich stehen weißen Läufer. Sein Gegner nutzte dies geschickt aus und gewann so die Partie.
Eine recht wilde Partie spielte Gerd. Bei entgegengesetzten Rochaden entwickelte sich ein scharfer Kampf, wo es zunächst danach aussah, als würde sein Gegner den entscheidenden Angriff starten können, doch Gerd agierte geschickt, konterte seinen Gegner aus und setzte dann selbst zum siegreiche n Angriff an.
Jonas hatte sich eine schöne Stellung erarbeitet, was ihm aber viel Zeit kostete, was der Blick auf die Uhr verriet. Ein Bauern Vorstoß von Jonas führe dann dazu, dass sein Gegner in Vorteil gelang und dann sicher die Partie gewann.
Die Partie am Spitzenbrett war ähnlich wie die von Gerd geprägt durch die entgegengesetzten Rochaden, wobei es lange Zeit danach aussah, als würde „nur“ Hendrik im Angriffsmodus sein. Doch sein Gegner schaffte es, sich der Klammerung zu entziehen und so entstand ein Showdown bzw. hätte entstehen können, denn zum Leidwesen der Zuschauer einigten sich beide auf Remis. Eine Fortsetzung der Partie wäre sehr spannend gewesen.
Hermann hatte eine sehr ausgeglichene Stellung gegen seinen Kontrahenten. Beim Übergang ins Endspiel griff Hermann dann fehl und hatte plötzlich eine Qualität weniger. Diesen Vorteil ließ sich sein Gegner dann nicht mehr nehmen und Hermann musste sich geschlagen geben.
Nach diesen 7 Spielen stand die Niederlage somit fest, was aber Andreas nicht daran hinderte, seine Partie fortzusetzen. Er gatte einen Bauern mehr und ließ sich diesen Vorteil auch nicht nehmen, auch wenn es bis zum Gewinn noch eine Stunde dauerte. Nach der Partie gab es dann noch Diskussionen, ob Andreas abschließender Bauernvorstoß a3 die Gewinnvariante war, wie von Andreas vermutet. („auch wenn das der langsamere Weg war, da war ich mir sicher“) oder bei genauen Spiel die Rems Variante. Einige Zuschauer bevorzugten den Bauern Vorstoß b3. Andreas wird es bestimmt direkt zu Hause mit der Engine gecheckt haben.
Die Erste verliert somit mit 15 zu 17 (3,5 zu 4,5)
Eine Woche zuvor hatte auch die Vierte ihr Lokalderby verloren, allerdings gegen Reken, die im Spitzenspiel und letzten Spiel der Hauptrunde nur zu Viert antraten. Somit gewann Alois und Fabio kampflos.
Es entwickelte sich ein super spannendes Spiel gegen die von den Wertungszahlen stärken Rekener.
Als erstes musste sich Tim geschlagen geben. Sein Gegner spielte einen richtig schönen Angriff und krönte die Partie mit einem sehenswerten Matt.
Mannschaftsführer Mick gewann eine Qualität. Der gegnerische Läufer und Springer harmonierten aber perfekt, so dass Mick das zweite Remis Gebot seines Gegner annahm, zumal Reiner eine vorteilhafte Stellung zu haben schien.
Reiner spielte eine wunderschöne Partie. Der Autor dieses Berichts hat schon viele Partien gesehen, aber so sehenswerte Angriffspartie ist dann schon eine Ausnahme. Königsangriff, Figurenopfer, Zeitnot, irre. Und Reiner fand die gewinnbringende Kombination. Doch sein Gegner fand die hartnäckigste Verteidigung. Bedauerlicherweise fand Reiner den vorletzten Zug der Kombination dann nicht, womit die Partie dann weiterging. Reiner war etwas gefrustet, so dass ihm in Zeitnot gar nicht bewusst war, dass er materiell sogar noch leicht in Vorteil war. Er verlor dann etwas die Übersicht und stellte dann entscheidend Material ein.
Durch diese Niederlage war der Mannschaftskampf quasi entschieden, denn Georg stand zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Rücken zur Wand. Sein Gegner hatte Georg auf der offenen g-Linie mächtig unter Druck gesetzt. Doch Georg verteidigte sich sehr geschickt. Nachdem die Partie immer mehr ins Gleichgewicht gekommen war, bot Georg Remis an. Doch wie man schon häufig gesehen hat, stellte er genau mit diesem Zug einen Bauern ein, was sein Gegner dann auch gewinnbringend ausnutzte.
Somit stand die knappe 2,5 zu 3,5 Niederlage fest. Sehr ärgerlich, weil man dadurch zum einen den Spitzenplatz an Reken verlor und zum anderen auch für die anschließenden Playoff Spiele nun mit 0 anstatt mit 2 Punkten startet. Dennoch ist dieser zweite Platz ein toller Erfolg

