• 17. August 2025

Das Ende des Japanaustauschs

Nun ist der Austausch auch schon wieder ein paar Tage vergangen ––- wie schnell die Zeit vergeht.
Für die allermeisten von uns war Montag der große Abschied.
Unsere Gäste sind zum Zentralprogramm nach Frankfurt abgereist, um dort die letzten Tage zu verbringen.
Ich hatte das große Glück, sie als Betreuer deutscher Seite noch zwei weitere Tage begleiten zu können.

Der Montag war eher unspektakulär. Wir sind mit allen Teilnehmern nach Essen gefahren, um dort mit dem ICE nach Frankfurt zu fahren.
Zu meiner großen Überraschung hat dies problemlos geklappt.
Wir konnten uns im Zug noch etwas von dem spannenden, aber auch eng getakteten Programm der letzten Tage entspannen.

In Frankfurt wurden wir von den Teamern des Simultanaustauschs herzlich empfangen.
Unser Gepäck wurde uns am Bahnhof abgenommen und wir konnten leichten Fußes zur Location laufen.

Die Location war der Hauptsitz des Landessportbundes Hessen.
Ein wirklich schöner Campus, der viele Möglichkeiten bot.

Hier mussten wir uns dann leider von unserer Dolmetscherin Mari verabschieden.
Sie hat uns die ganze Zeit über begleitet und war eine große Hilfe.
So kam es, dass ich für den restlichen Abend keinen Übersetzer mehr hatte.
Mit sehr gebrochenem Japanisch konnte ich dennoch die restlichen Programmpunkte vermitteln.

Auf dem Programm stand lediglich Abendessen in der Kantine des Landessportbundes.
Anschließend durften wir in eine der vielen Sporthallen.
Unsere Gruppe hat sich dazu entschieden, Volleyball und Basketball zu spielen.
Als Schachspieler unter echten Sportlern wurde ich etwas stark gefordert, aber wir sind alle auf unsere Kosten gekommen.

Dienstagmorgen ging es dann mit der Bahn in die Innenstadt von Frankfurt.
Da auch ich noch nie zuvor in Frankfurt war, haben wir ein kleines Handout in Deutsch und Japanisch bekommen, auf dem ein paar Sehenswürdigkeiten aufgelistet waren.
Schnell haben wir uns dazu entschieden, zunächst in die Altstadt zu gehen.
Mit meinem begrenzten Wissen hatte das ganze etwas von PowerPoint-Karaoke minus PowerPoint.
Scheiße labern liegt mir allerdings relativ gut, also hatten wir noch einiges zu lachen.
(Ist ja auch irgendwie Kultur, wir komm’n ja immerhin au’m Pott!)

Auch wenn die Koffer bereits prall gefüllt waren, so sind wir im Anschluss noch schoppen gegangen.
In der Altstadt konnten wir zum ersten Mal einen richtigen Souvenirladen finden.
Dieser wurde auch prompt geplündert.

Mit über 30 Grad wurde es nach ein paar Stunden etwas zu heiß.
Deshalb sind wir ins Shopping-Center MyZeil gegangen.
Hier hat sich jeder was zu essen holen können und wir konnten die Klimaanlage genießen.
Anschließend ging es in den Keller.
Hier gab es Supermärkte und Drogerien.
Auch wenn wir in meiner Gastfamilie bereits in kleineren Supermärkten waren, so war es doch für alle nochmal sehr spannend, wie klassische Supermärkte in Deutschland aussehen.
Vor allem die Jüngeren haben hier nochmal die Süßigkeiten aufgestockt und sich mit Snacks für die lange Rückreise eingedeckt.
Auch die Drogerie fanden sie sehr spannend.

Auf dem Rückweg konnten wir dann noch etwas von der Welt sehen.
Zumindest sage ich das immer gerne so, wenn mich mein Orientierungssinn mal wieder im Stich lässt.
Der Hauptsitz des LSB ist nämlich von einem kleinen Wald umgeben.
Hier gibt es eigentlich einen recht einfachen Weg bis zur S-Bahn-Station.
Vor allem sind es nur ein paar hundert Meter.
Wir haben es allerdings geschafft, sofort an der falschen Stelle in den Wald abzubiegen.
Nachdem wir schon relativ weit gelaufen waren und es uns aufgefallen ist, haben wir uns entschieden, nicht zurück zu laufen.
Wir sind quer Feld ein mitten durch den Wald gelaufen.
Kein Problem; bin ja vom Dorf.
Wald kann ich.

Nach wenigen Minuten durchs Unterholz kämpfen sehen wir unser Ziel.
Und einen Zaun.

Ich klettere also vor und stehe in einem Parkhaus.
Nachdem ich schon den ersten 3 Leuten hoch geholfen habe stehen die anderen auf einmal neben uns.
Der Zaun war 3 Meter weiter links zu Ende.
Immerhin ein Abenteuer mehr.
Wer hätte gedacht, auf einem Austausch über Zäune zu klettern!?

Gut KO kamen wir am frühen Nachmittag zurück zum Landessportbund.
Hier haben wir uns noch etwas ausgeruht und die Koffer gepackt.

Am Abend gab es dann mit allen Teilnehmern eine große Sayonara-Party.
Es hat damit angefangen, dass jede Gruppe 5 Minuten Zeit hatte, um zu berichten, was ihnen während des Austauschs besonders spaß gemacht hat.
Für uns hat Kana diese Aufgabe übernommen.
Es klang auf jeden Fall sehr positiv und ich glaube, dass alle Teilnehmer viel Spaß hatten.

Wir waren erstaunt, wie viel man auf einmal essen kann — Aber wir haben es geschafft!

ist wohl mein Lieblings Zitat dieser Rede.

Nachdem ich es in meine Familiengruppe schickte, antwortete meine Mutter mit einem Bild, wie sie Pflaumen einmacht.
Q.E.D. würde ich sagen.

Erstmal Abendessen — Buffet.

Nach ein paar ausschweifender Reden von wichtigen Persönlichkeiten haben wir ein paar Spiele gespielt.
Zum Beispiel Stille Post mit komplizierten, deutschen Worten.
Die meiste Zeit hat das bei allen gut geklappt.
Allerdings hatten die meisten Japaner etwas Schwierigkeiten mit dem Wort „Eierschalensollbruchstellenverursacher“.

Dies bot aber auch gute Möglichkeiten, mit den anderen Gruppen ins Gespräch zu kommen.
Insgesamt waren wir mit über 100 Teilnehmern vor Ort.

Anschließend gab es ein paar Aufführungen.
Den Auftakt hat ein Gastgeberverein aus der Umgebung gemacht.
Sie haben ein kleines Theater aufgeführt, das die richtige Anwendung ihrer Selbstverteidigungskünste demonstrierte.

Danach waren unsere Gäste dran. Sie zeigten dieselben traditionellen Tänze von Okinawa, welche sie auch auf unserer Sayonara-Party schon gezeigt haben.
Am Ende mussten alle mitmachen.
Bei dem Teil wurde ich dann noch spontan in den Innenkreis zum Vormachen gezogen; ich kannte es ja bereits.

Kurz darauf war der offizielle Teil der Party auch schon vorbei.
Ein DJ hat aufgelegt und es wurde getanzt.
Es wurden sich viele Lieder gewünscht, zu denen es Modetänze in den verschiedenen Ländern gibt.
Bei uns hatten wir ihnen schon zur Revenge ein paar Tänze beigebracht.
Besonders beliebt war Aloha-Heja-He und der Helikopter 117.
Ganz begeistert konnten sie ihr wissen hier teilen.
Zu lange konnten wir allerdings nicht feiern, da wir am nächsten Tag früh losmussten.

Bereits um 8 Uhr wurden sie von den Teamern und Dolmetschern in 2 großen Bussen zum Flughafen gebracht.
Ihnen steht ein 16-Stündiger Flug bis nach Tokio bevor.
Und von dort müssen einige noch 4 Stunden weiter nach Okinawa fliegen.
Ich konnte vorher nur noch gemeinsam mit ihnen frühstücken und mich verabschieden.

Schade, dass es so schnell schon wieder vorbei ist.
Das war wirklich eine einmalige Erfahrung.
So viele wunderbare Menschen, die wir kennenlernen durften.
Ich hoffe, dass wir uns irgendwann wiedersehen dürfen.
NB

  • 12. August 2025

Weitere Termine

23.08.25 Jahreshauptversammlung um 16 Uhr im Vereinslokal
30.08.25 Wappen von Raesfeld
05.09.25 Cup der Hoffnung/Vierstädtekampf in Bocholt ab 19.30 Uhr
06.09.25 Regionalliga TV Borken I gegen SV Heiden I Saisoneröffnung

  • 12. August 2025

Schnellschach in Ahaus

Am Freitag den 15.08.25 findet ein Schnellturnier in Ahaus statt. Beginn 19 Uhr. Wer mitfahren möchte trifft sich um 18.15 Uhr beim Vereinslokal.

  • 11. August 2025

Tag 5 Kanutour und Abschluss

Der Tag bricht an und alle sind fit und motiviert für das heutige Programm. Gestartet wird erstmal mit einer Fahrt in ein anderes Land, die Niederlande. Hier geht es für uns zur Berkel für eine entspannende Kanutour. Auf der ruhigen Berkel konnte man richtig schön die Natur genießen. Abseits von den Klängen der Natur hörte man nur eins. „Links! Rechts! Links! Rechts!…“ von Alexander. Nach einer entspannten Kanutour die Berkel runter und wieder hoch ging es zu einem Picknick im Grünen.

Weiter ging es dann Richtung Winterswijk. Hier besichtigten wir ein wenig die Innenstadt und tauschten ein paar Fakten über die Niederlande aus.
Nach dem kurzen Aufenthalt ging es wieder nach Heiden zum gemeinsamen kochen. Es wurden Möhrensalat, Bratkartoffeln und Bratwürste gemacht. Zum Nachtisch gab es Waffeln mit Vanilleeis und heißen Kirschen.

Nun ging es zum letzten Programmpunkt unseres Tages. Der Sayonaraparty. Wir durften eine Karate Vorführung und einen originalen Tanz aus Okinawa bestaunen. Anschließend wurde die gesamte Gruppe im Tanz mit eingebunden.

Zum bisschen herunterkommen zeigten wir unseren Gästen nochmal was Schachyoga ist bevor es in einen offenen gemütlichen Abschiedsabend ging.

Während unsere japanischen Gäste uns Tiktoktänze beibrachten haben wir ihnen zeigen können wie man zu Aloha heja he richtig rudert.

Leider war dies schon unser letzter Abend und so mussten alle ein wenig traurig aber auch glücklich über die neuen Bekanntschaften den Heimweg antreten. Morgen geht es dann für unsere Gäste nach Frankfurt zur letzten Station ihrer Reise.
Wir sagen von unserem Verein habt viel Spaß in euren letzten Tagen in Deutschland. Genießt die Zeit. Kommt gut wieder in Japan an und wir hoffen ihr erinnert euch noch lange an eure Zeit in Deutschland und bei uns in Heiden.

Danke an alle Fotografen, insbesondere unserer Dolmetscherin Mari für die wunderschönen Bilder und eingefangenen Momente. Danke an alle anderen Helfer bei der Organisation, egal ob Fahrer oder Gastfamilien. <3

  • 10. August 2025

Tag 4 Heiden pur

Begonnen hat der Tag mit dem offiziellen Empfang beim Bürgermeister von Heiden Patrick Vosskamp. Hier begleitete uns auch wieder das japanische Leitungsteam. Als weiteren Besucher durften wir den Vorsitzenden der Deutschen Schachjugend, Finn Petersen, begrüßen. Gestartet mit einer freundlichen Begrüßung und einem informativen Vortrag über Heiden vom Bürgermeister ging es danach weiter zum Gastgeschenke-Austausch. Hierbei wurden von uns ans japanische Leitungsteam Geschenke und Wimpel übergeben. Vom japanischen Leitungsteam kamen Wimpel und Gastgeschenke an uns den Bürgermeister und den Vorsitzenden der DSJ zurück. Dann gab es vom Bürgermeister eine Kleinigkeit für den Gruppenleiter Masashi und das japanische Leitungsteam und so weiter und so weiter… Bis jeder seine Geschenke losgeworden ist sind einige Minuten vergangen und niemand wusste nachher so recht wer jetzt wem was gegeben hat.
Ein prägender Satz viel von Finn: „Ich sollte öfter hier her kommen. Hier kriege ich Geschenke.“
Nach den ganzen Geschenken kam man noch ein wenig ins Plaudern mit dem Bürgermeister, welcher direkt beim HeidenSpaßBad angerufen hat, nachdem er erfahren hatte, dass wir planten später am Tag noch schwimmen zu gehen. Zweck des Anrufs war natürlich uns kostenfrei ins Schwimmbad zu bekommen. Vielen Dank nochmal dafür!

Ein Gruppenfoto später ging es dann weiter zu den Düwelsteenen. Dem Wahrzeichen von Heiden. Mit Getränken und Kuchen haben wir uns neben die Düwelsteene gesetzt und uns die Geschichte und auch die Legende zu den Steinen angehört.

Anschließend ging es wieder in unser Vereinsheim. Dort haben wir einen Workshop zu den SGDs gehalten. Bei regem Austausch konnten sich die Jugendlichen über das Thema Gesundheit und Wohlergehen und den Unterschieden wie sie in Deutschland und Japan sind informieren und diskutieren.
Die nächste Station führte uns wie angekündigt ein paar Meter weiter ins HeidenSpaßBad. Hier konnten wir uns erfrischen, entspannen und auch ein wenig bewegen. Ob im Wellenbad, auf dem Beachvolleyballfeld oder bei einer Runde Karten auf der Picknickdecke, für jeden war was dabei.

Zum Abschluss des Tages gab es nochmal ein großes Highlight. Das Heidener Schützenfest! Begonnen beim Antreten der Offiziere, später weiter beim Ehrendenkmal und zuletzt der Zapfenstreich im Vogelpark. Dabei immer den Festumzug mit den verschiedenen Kapellen und deren Musik bestaunen. Natürlich durfte auch der Besuch der Kirmes nicht fehlen. Während sich einige vor den Fahrgeschäften drückten, konnten andere gar nicht genug bekommen. Irgendwann ging dann aber doch die Energie aus und man fand wieder den Weg in die Gastfamilien zurück.

  • 08. August 2025

Tag 3 Gastfamilientag

Am heutigen Tag haben die japanischen Gäste in ihren Gastfamilien ein eigenes Programm erleben können.

Bei der Familie Zoll ging es zum Pröbsting See. Hier wurde das Stand up Paddel ausgepackt, Wikingerschach und Minigolf gespielt. Abends wurde noch entspannt gegrillt.

Bei der Familie Wanning ging es erstmal zusammen mit den Gästen der Gastfamilie Knop zum Reitstall. Dort wurde auch bisschen geritten.
Daraufhin wurde ein Interview mit der Borkener Zeitung gehalten, in dem alle ihre Eindrücke und Erlebnisse für einen Bericht teilen konnte. Nach dem Interview trennten sich die Wege. Für Familie Wanning ging es weiter Richtung Gelsenkirchen. Seele baumeln lassen wurde dann im Zoo, wobei man viele tolle Tiere sah.
Abschließend wurde gegrillt und über Gott und die Welt geredet.

Bei der Familie Knop ging es weiter nach Raesfeld einen kleinen Bauernhof besichtigen. Anschließend noch einmal zum Wasserschloss. Zum Abschluss ist man nochmal in ein Restaurant eingekehrt in dem man zufällig das japanische Leitungsteam des gesamten Simultanaustausches traf.

Bei der Familie Föing startete der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück und danach ist man nach Essen zu einer Runde Fußballgolf gefahren. Anschließend ließ man den Tag mit ein paar Steaks auf der Feuerplatte ausklingen. Man hatte einen tollen Tag zusammen und viel Spaß miteinander.

Im Rahmen des Gastfamilientags haben sich die Familien Benson, Maeter und Mumbeck zusammengetan und stellten damit schon wieder eine große Gruppe von neun Personen. Vier Japaner, drei Jugendliche und zwei Elternteile.

Zu Beginn wurde der Ort besichtigt, nach dem unsere Region benannt ist. Münster. Mit einem Besuch des Münsteraner Dom und alten Rathaus beginnend, ging man danach in die Erkundung der Straßen, Shopping und eine kleine Snackpause über. Bevor schließlich der AA-See, das Münsteraner Schloss und der dazugehörige botanische Garten bestaunt wurde.
Müde fuhr man gegen 15:30 Uhr für eine Mittagspause nach Reken zur der Familie Benson in den Garten, mit einem kurzen Stopp am Rekener Aussichtsturm.
Voller Energie ging es dann zu der letzten Station, dem Abendessen. Dafür hieß es „All you can eat“ bei Factory in Bottrop.
Mit vollem Magen und müden Knochen ging es dann schlussendlich spät und müde gegen 21:30 Uhr auf den Heimweg.