Nach langer Vorfreude war es endlich so weit: Unsere Schachjugend machte sich auf den Weg nach Frankfurt, um von dort gemeinsam mit der gesamten deutschen Sportjugend-Delegation nach Japan aufzubrechen. Per Auto und Zug ging es zum Treffpunkt, wo wir einchecken und uns einen ersten Überblick über die kommenden Tage verschaffen konnten. Bevor es überhaupt nach Japan ging, stand ein spannender Programmpunkt an: das Kennenlernen der anderen deutschen Gruppen, die gemeinsam mit uns die Reise antreten sollten. Die gesamte Sportjugend-Gruppe zeigte sich von Anfang an unglaublich freundlich und offen, sodass wir schon nach kurzer Zeit ins Gespräch kamen und erste Kontakte knüpfen konnten. Nach der Begrüßung und einem gemeinsamen Essen blieb Zeit zur freien Verfügung, bevor wir uns in drei Workshops aufteilten – zu den Themen Social Media, interkulturelles Lernen sowie einem Gespräch mit ehemaligen Austauschteilnehmenden – und den Abend mit Kennenlernspielen in der Halle ausklingen ließen – ein gelungener Start, der die Stimmung für die kommenden Tage gesetzt hat.

Der zweite Tag begann früh und ungewohnt: mit japanischer Morgengymnastik nach typisch japanischem Radio-Programm, gefolgt von einer Sprachanimation, die uns spielerisch an erste japanische Wörter heranführte. Nach dem Frühstück ging es inhaltlich weiter – in zehn verschiedenen Gruppen setzten wir uns in Workshops mit unterschiedlichen Themen zur aktuellen Situation in Japan auseinander und bekamen so schon vor der Abreise einen tieferen Einblick in das Land, das wir bald besuchen würden. Die Ergebnisse dieser zehn Workshops wurden anschließend allen vorgestellt – und das auf durchweg kreative und unterhaltsame Weise. Ob als kleines Schauspiel, in Form einer nachgestellten Tagesschau, mit Bildern oder als Schätzspiel: Die Vielfalt der Vorstellungsweisen sorgte für viele Lacher und zeigte, wie viel Witz und Kreativität in den Gruppen steckt. Danach ging es zu den Sport-Workshops am Nachmittag – einem echten Highlight des Tages. Hier gab es verschiedene Angebote, von denen unsere Schachjugend vor allem Spikeball und Gewichtheben ausprobierte – mit jeder Menge Spaß und guter Laune. Es war schön zu sehen, wie schnell man über den Sport auch abseits des Schachbretts zusammenwächst. Am Abend folgte dann ein weiterer Höhepunkt: die Gruppenpräsentationen der einzelnen dsj-Gruppen, die diese bereits im Vorfeld vorbereitet hatten. Hier zeigten die Gruppen vor allem typisch deutsche Beiträge – von Tänzen über kleine Theaterspiele bis hin zu Vorführungen verschiedener Sportarten. Gedacht sind diese Präsentationen dafür, später in Japan unseren dortigen Gastgebern einen unterhaltsamen Einblick in die deutsche Kultur zu geben – an diesem Abend wurden sie zunächst untereinander vorgestellt und geprobt.
Früh am dritten Tag hieß es dann: Koffer packen und los! Nach einem zügigen Frühstück ging es mit dem Zug zum Flughafen, von wo aus unser Flug pünktlich startete. Über Abu Dhabi, wo ein mehrstündiger Zwischenstopp anstand, führte die Reise weiter nach Japan. Nach den obligatorischen Kontrollen bei der Ankunft und einer weiteren Fahrt nach Tokio – gestärkt mit Sandwiches und Reis – erreichten wir schließlich unser Hotel, wo uns eine erste Orientierung erwartete. In der anschließenden Freizeit nutzte ein großer Teil unserer Schachjugend die Gelegenheit, gemeinsam die Stadt zu erkunden: Ein Besuch in einem lokalen Shop und der weltberühmten Shibuya Crossing standen auf dem Programm – ein aufregender erster Eindruck von Tokio, bei dem die Vorfreude auf die kommenden Wochen spürbar war.


